Full Metal Hardcase

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Praxistest

Es fällt auf, dass die Power- und Festplatten-LED-Anschlüsse vom Mainboard nicht benutzt wurden. Dies ist nicht nötig, da diese in den Wechselrahmen vorhanden sind und zudem im Frontpanel eine blaue LED die Betriebsbereitschaft signalisiert.
Der Austausch der Hardware war auch schon im alten Koffer nicht aufwendiger als in einem normalen Tower (eher einfacher, da man keine Seitenwand abschrauben muss o.ä.), jedoch war der Zugang zu den Laufwerken schwierig. Zumindest die Festplatten lassen sich nun dank der Wechselrahmen schnell und bequem tauschen, was mein Hauptanliegen war. Der DVD-Brenner lässt sich auch bei diesem Koffer nicht sehr einfach austauschen, da er relativ fest integriert ist und ein neues Laufwerk zudem lackiert werden müsste. Aber der Tausch eines DVD-Brenners steht bei weitem nicht so oft an wie der Tausch einer Festplatte, daher ist dieser Nachteil nicht gravierend.
Die Befüllung der Wasserkühlung ist ebenfalls nicht sehr bequem, weil man dafür den Koffer auf die Frontseite stellen muss (auf eine weiche Unterlage natürlich) und eine Schraube am Deckel der Pumpe öffnen muss. Entleeren kann man die Wasserkühlung nur, indem man z.B. am Radiator einen Schlauch löst - man muss also geeignete Maßnahmen gegen Wasserspritzer o.ä. treffen.
Der Koffer ist sehr robust und übersteht auch längere Transporte unbeschadet, es können allenfalls Luftblasen aus dem Ausgleichsbehälter in den Wasserkühlungskreislauf kommen, die aber nach wenigen Minuten im Betrieb selbständig wieder rausgehen. Die Konstruktion erlaubt zudem einen Betrieb in fast jeder Position (z.B. auch "stehend" mit dem Tragegriff nach oben).
Die Lüfter sind auf niedrigster Stufe recht leise, die Leistung reicht aber aus, dass der Prozessor auch stark übertaktet nicht zu heiß wird (nur bei hoher Zimmertemperatur sollte man auf die nächste Stufe schalten). Die Pumpe ist ebenfalls kaum hörbar. Die verwendeten Schläuche sind sehr flexibel und die Anschlüsse sind drehbar. Dadurch ist das Öffnen und Schließen des Deckels kein Problem.

Bildergalerie










Fakten und Fazit

Dieses Projekt war bislang mein längstes Projekt am Stück. Der Bau fand im August 2006 statt und dauerte etwa einen Monat (schätzungsweise 3-4 Stunden am Tag im Schnitt) - Planung und Beschaffung der Teile nicht mitgerechnet.
Die Kosten waren - gemessen am alten Baumarktkoffer - ziemlich happig, das Produkt ist jedoch auch einige Klassen edler... Um ein Paar Beispiele zu nennen:
Der Koffer kostete 60 (B-Ware mit leichten Kratzern, wohlgemerkt!), die beiden Festplattenwechselrahmen ca. 50, das LCD ca. 100, die Wasserkühlung (Radiator mit Lüftern und Blende, Pumpe mit Aufsatz, CPU-, Grafikkarten- und Northbridgekühler, Schläuche und Anschlüsse) ca. 300. Dazu kommen Transportkosten, Kleinteile (Kabel, Schalter, Schrauben, Bauteile, LEDs usw.) und ein nicht unerheblicher Werkzeug- und Materialverschleiß (Trennscheiben, Schleifpapier, Lack, ein Dremel-Imitat ist bei dem Projekt draufgegangen...), so dass man ganz vorsichtig einen Gesamtkostenaufwand von ca. 600 abschätzen kann, wobei den Großteil natürlich die Wasserkühlung ausmacht.

Im Endeffekt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und allein schon wegen der gesammelten Erfahrungen im Bereich Elektronik und Metallbearbeitung hat es sich gelohnt. Natürlich kann man mit Laienwerkzeug keine absolute Perfektion erwarten und mir fallen viele Punkte ein, die ich hätte besser machen können (und in Zukunft evtl. auch verbessere), dennoch ist es ein deutlicher Sprung in Sachen Detailliertheit und Verarbeitungsqualität im Vergleich zu den Anfängen.

Als zukünftige Erweiterungen sind geplant:
  • die Befüllung und Entleerung der Wasserkühlung durch entsprechende Vorrichtungen zu vereinfachen.
  • unter dem LCD in der Front Knöpfe einzubauen, mit denen man die Anzeige auf dem LCD steuern kann (das ist in erster Linie ein Softwareproblem, die technische Umsetzung ist relativ simpel).
  • evtl. die Beleuchtung weiter auszubauen und programmierbar zu machen.
  • irgendetwas ferngesteuertes einzubauen .

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